Clean dank LotuseffektRalf Schneider wird als Betriebsleiter einer Computerfirma entlassen und entdeckt dadurch eine Marktlücke.Entlassen, für zu alt befunden, dann beim Schmökern eines Artikels zufällig eine Marktlücke entdeckt: Für Ralf Schneider erweist sich die Rationalisierung in seiner Computerfirma im Nachhinein als Segen. Als die Computerfirma Ralf Schneider zwecks Senkung der Lohnkosten als Betriebsleiter entlässt, steht dieser vor den Scherben seiner beruflichen Laufbahn. Es folgen unzählige Besuche bei Arbeitsagenturen. Nachdem er dort auch noch erfährt, dass er mit 40 (!) zu alt für eine Beschäftigung in der Computerbranche sei, ist der Frust groß. Aber als Arbeitsloser hat Schneider auch viel Zeit zum Lesen und so entdeckt er eines Tages zufällig einen Artikel über Nanoprodukte. Er recherchiert auf eigene Faust und plötzlich nimmt eine Erfolgsgeschichte ihren Lauf: Als er feststellt, dass es in seiner Region keine Dienstleister gibt, entschließt er sich zur Selbständigkeit.
Hat schwierigen Zeiten getrotzt: Ralf Schneider sorgt gemeinsam mit seiner Ehefrau Sibylle überall für versiegelte Oberflächen – auch an Sicherungskästen. Sein Geschäftsbereich: Oberflächenversiegelung mit Nanotechnologie. Diese findet im Fall von „Fast2Clean" ihre Anwendung in der Versiegelung u. a. von KFZ, Glas, Keramik und Fassaden - dabei bewirkt der so genannte Lotuseffekt (eine Art Selbstreinigungsmechanismus) die leichte Reinigung der verschmutzten Oberfläche, sie wird sozusagen „fast2clean" (zu Deutsch: schnell zu reinigen). Doch beinahe scheitert das Projekt an den hohen Vorkosten, denn die Bank möchte zwecks Startkredits einen Businessplan - dieser kostet 3000 Euro und verschlingt einen Großteil des Eigenkapitals. Heute ist der Saarländer jedoch froh über diese Investition, denn sie hat sich ausgezahlt: Fast2clean, dessen Kunden sowohl aus dem Privatbereich als auch der Industrie stammen, kann immerhin auf einen Umsatz von 60.000 Euro im Jahr 2006 verweisen. „300 Stammkunden im
Dienstleistungsbereich geben uns Recht", so
Schneider, der diesen Erfolg nicht nur
konsequenter Kundenakquise, sondern auch der
Mundpropaganda verdankt. „Viel mehr Menschen
sollten diesen Weg in die Selbstständigkeit
gehen und sich mit einer guten Idee
selbstständig machen", ist er überzeugt.
www.fast2clean.de |