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Anschrift:
FAST2Clean -
Ralf Schneider
in der ARAL Tankstelle Süd
Lindenstraße 7
66583
Spiesen-Elversberg
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Tel:
Fax: |
06897-810804
06897-810803 |
Geschäftszeiten:
Montags -
Freitags:
9.00 - 17.00 Uhr
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Was ist
Nano?
Mit Nanotechnologie
(griech. νάννος [nános] = Zwerg) wird heute
populärwissenschaftlich die Forschung in der
Clusterphysik und
Oberflächenphysik, der
Halbleiterphysik, in
Gebieten der
Chemie und bisher noch
im sehr begrenzten Rahmen in Teilbereichen des
Maschinenbaus
bezeichnet. Dieser populärwissenschaftliche
Sammelbegriff gründet auf der allen Nano-Forschungsgebieten
gleichen Größenordnung vom Einzelatom bis zu einer
Strukturgröße von 100
Nanometern (nm). Ein
Nanometer ist ein Milliardstel Meter (10-9
m).
Diese Größenordnung
bezeichnet einen Grenzbereich, in dem die
Oberflächeneigenschaften
gegenüber den Volumeneigenschaften der Materialien eine
immer größere Rolle spielen und zunehmend
quantenphysikalische
Effekte berücksichtigt werden müssen.

Schon heute eine wichtige
Rolle spielen die Nanomaterialien, die zumeist auf
chemischem Wege oder mittels mechanischer Methoden
hergestellt werden. Einige davon sind kommerziell
verfügbar und werden in handelsüblichen Produkten
eingesetzt, andere sind wichtige Modellsysteme für die
physikalisch-chemische und materialwissenschaftliche
Forschung. Ebenfalls bedeutend ist die
Nanoelektronik, deren
'Zugehörigkeit' zur Nanotechnologie in der
wissenschaftlichen und forschungspolitischen Praxis aber
nicht einheitlich gesehen wird.
Eine Entwicklungsrichtung
der Nanotechnologie kann als Fortsetzung und Erweiterung
der
Mikrotechnik
angesehen werden ('top-down-Ansatz'), doch erfordert
eine weitere Verkleinerung von
Mikrometerstrukturen meist völlig unkonventionelle neue
Ansätze. Die Chemie geht in der Nanotechnologie oft den
anderen Ansatz: 'bottom-up'. Chemiker, die üblicherweise
in molekularen, d.h. sub-nano Dimensionen, arbeiten,
bauen aus einer Vielzahl von einzelnen Moleküleinheiten
größere nanoskalige Molekülverbunde auf. Ein Beispiel
dazu sind
Dendrimere.
Nur ein kleiner Zweig der
Nanotechnologie beschäftigt sich mit Nanomaschinen oder
Nanobots.
Die Bundesrepublik
Deutschland, insbesondere das Saarland, ist auf dem
Gebiet der Nanotechnologie weltweit an der Spitze der
Forschung intensiv beteiligt.
Zum Vergleich:
Ein Nano-Strukturelement verhält sich in der Größe zu einem Fußball, wie
der Fussball zur Erde. Bisher war die Konstruktion in Nanodimensionen
eine Domäne der Natur: Seit Jahrmillionen "baut" sie nach diesem
bewährten Grundprinzip unsere Welt aus Pflanzen, Tieren und Menschen.
Darauf greift jetzt auch die Nano-Technologie zurück.
Mit einer
Nanobeschichtung
modifizierte Glasoberflächen werden mit hydrophoben
(wasserabweisenden) und schmutzabweisenden Eigenschaften
ausgestattet, um so die selbstreinigenden Eigenschaften
zu erzielen. Dazu wird auf eine bestehende, meist eine
glatte, nichthydrophobe Oberfläche eine neue
Oberflächenschicht aufgebracht. Ein Nanobeschichtung
besteht aus mindestens zwei Schichten: Die erste Schicht
ist für die Verbindung zwischen der bestehenden
Oberfläche und der neuen, nano- oder makrostrukturierten
Schicht. Nanobeschichtungen gehen eine physikalische
Verbindung mit einer bestehenden Oberfläche ein, wie das
z. B. bei einer
Tapete der Fall ist.
Funktionsweise
Die Nanowissenschaft beschäftigt
sich mit Objekten, die nur wenige oder wenige Zehn Nanometer
groß sind, wobei ein Nanometer einem Milliardstel Meter
entspricht. Nanopartikel und Nanostrukturen sind daher nur aus
100 bis 100.000 Atomen oder Molekülen zusammengesetzt und zeigen
physikalische und chemische Eigenschaften oder biologische
Funktionen, die sich sehr von denen einzelner Atome oder
Moleküle beziehungsweise Gegenständen unserer Alltagswelt
unterscheiden.

Nicht nur die Lotusblume sondern auch viele
andere Pflanzen und Insekten reinigen sich von selbst. Heute ist in
vielen Anwendungsgebieten die Übertragung des Wirkprinzips aus der Natur
auf technische Oberflächen gelungen. Wissenschaftler haben dabei
folgendes festgestellt. Die Oberfläche muss nicht glatt werden, sondern
muss nach der Versiegelung eine "raue" Oberfläche aufweisen.
Die veredelte Oberfläche reduziert die
Kontaktfläche, sodass sich Schmutz nicht festsetzen kann und sich
Regenwasser zu Tropfen formt und beim Abperlen den Schmutz größtenteils
aufnimmt und entfernt. Die so erzielten selbstreinigenden Eigenschaften
reduzieren den Reinigungsaufwand und schützen die Oberfläche nachhaltig
unter anderem vor Alterung, aggressiven Umwelteinflüssen und
Kalkablagerungen
Es gibt, je nach Oberfläche, mehrer Arten
Versiegelungen.
Beispiel 1:
Nanopartikel organisieren sich selbst und
gehen zusammen mit der versiegelten Oberfläche eine feste Bindung ein.
Dies passiert zum Beispiel bei Glas und Keramik Versiegelungen.
Danach laufen Flüssigkeiten und Schmutz einfacher von der Oberfläche ab.
Beispiel 2:
Bei einer Fassadenversiegelung setzten sich
die Nanopartikel auf die Oberfläche der offenen Poren fest. Danach
können auch hier Schmutz und Wasser einfacher ablaufen.Die Oberfläche
bleibt diffusionsoffen. Pilze, Flechten, Algen und Moos werden beim
Wachstum gestört und können somit nicht überleben.
Beispiel 3:
Auch Textilien können versiegelt werden. Die
Nanopartikel bilden eines richtige Schutzschicht um jede einzelne Faser.
Feuchtigkeit und Schmutz können nicht mehr in die Fasern eindringen.
Lotuseffekt
Der Lotuseffekt
bezieht sich auf die äußerst geringe
Benetzbarkeit und hohe
Selbstreinigung
biologischer Oberflächen, unter anderem bei der
Lotuspflanze. Auf der
Blüte und den Blättern wird selbst extrem gut haftendes
Farbpulver von Wasser einfach weggespült, nicht einmal
Klebstoff auf Wasserbasis bleibt an der Oberfläche
haften. Auch andere Pflanzen, wie beispielsweise die
Kapuzinerkresse,
Kohl,
Schilfrohr,
Akelei,
Tulpe und
Banane zeigen diesen
Effekt.

Nachdem der Botaniker Prof.
Wilhelm Barthlott von der Universität
Bonn feststellte, dass manche Pflanzen im
Herbarium häufig schmutzig waren,
wogegen Individuen anderer Arten während vieler Jahre stets sauber
blieben, untersuchte er dieses Phänomen genauer und beschrieb dessen
physikochemische Grundlagen zusammen mit C. Neinhuis in den
1990er Jahren.
Der Grund liegt in der besonderen
Oberflächenstruktur. Diese weist mikroskopisch kleine
Zellerhebungen auf, die wiederum mit noch kleineren Kristallen übersät
sind. Diese Doppelstruktur bewirkt einen beeindruckenden physikalischen
Effekt – Wassertropfen, die auf das Blatt fallen, formen sich aufgrund
ihrer Oberflächenspannung zu einer Kugel zusammen, rollen vom Blatt
herunter und nehmen Verschmutzungen gleich mit.
Durch die
Oberflächenstruktur der Pflanzen werden gegenüber Wasser
Kontaktwinkel von
bis zu 160° erreicht (Superhydrophobie). Das bedeutet,
dass nur etwa 2 bis 3 % der Tropfenoberfläche mit der
Oberfläche der Pflanze in Kontakt stehen, diese also
eine extrem geringe Benetzbarkeit besitzt. Die
Adhäsion zwischen
Blattoberfläche und Wassertropfen ist dabei so gering,
dass das Wasser leicht abperlen kann. Aufliegende
Schmutzpartikel die ebenfalls nur eine kleine
Kontaktfläche besitzen – werden dadurch mitgerissen und
weggespült. Durch die zentrale Bedeutung der
Oberflächenspannung wässriger Lösungen für die
Minimierung der Kontaktfläche wird verständlich, dass
der Lotuseffekt in dieser Form nicht bei stark
benetzenden Lösungsmitteln auftreten kann.
Biologische Bedeutung:
Die biologische Bedeutung
dieses Effekts liegt für die Pflanze im Schutz vor einer
Besiedlung durch Mikroorganismen, Krankheitserregern
oder Keimen, beispielsweise Pilzsporen, oder dem Bewuchs
mit Algen. Dies gilt in ähnlicher Weise für Tiere wie
Schmetterlinge, Libellen und andere Insekten, die mit
ihren Beinen nicht überall an ihren Körper zum Säubern
hinreichen.
Anwendung:
Es ist mittlerweile
gelungen, die Oberflächenstruktur künstlich
nachzubilden.Nanoprodukte sind z.B. selbstreinigende
Dachziegel und eine selbstreinigende Fassaden. Aus dem
Bereich der
Nanotechnologie gibt es
mittlerweile
Beschichtungen, die
superhydrophob sind. Diese Oberflächen sind zwar
wasserabweisend, jedoch nicht selbstreinigend, sondern
easy- to-clean.

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